Digitalization

Digitalisierung als großer Enabler

Die Digitalisierung ist eine Herausforderung, die alle betrifft: die Unternehmen, den Staat und die Gesellschaft insgesamt. In der Wirtschaft gibt es große Unterschiede beim Stand der Digitalisierung. Die Informations- und Kommunikationsbranche kann als Vorreiter sowie Treiber der Digitalisierung in anderen Branchen angesehen werden. Der Fahrzeugbau, der Maschinenbau und die Elektroindustrie sind bereits überdurchschnittlich stark digitalisiert. Dort ist sich ein Großteil der Unternehmen der Relevanz der Digitalisierung bewusst, sagt das Institut der deutschen Wirtschaft.

Digitalization

Zu den Hemmnissen der Digitalisierung zählt neben rechtlichen Grauzonen und fehlenden Experten vor allem die Unklarheit über den Nutzen, der beispielsweise mit datengetriebenen Geschäftsmodellen einhergeht. Das Umfeld der Unternehmen, gekennzeichnet in Deutschland zum Beispiel durch eine oftmals immer noch nicht zufriedenstellende digitale Infrastruktur sowie ein im internationalen Vergleich unterentwickeltes E-Government, hemmt die weitere Digitalisierung ebenfalls.

Die Herausforderung ist: Die Digitalisierung kennt keine Grenzen. Gerade für international tätige deutsche oder europäische Unternehmen ist es daher von großer Relevanz, wie im Ausland mit Digitalisierung umgegangen wird. Die EU, die USA und China haben hier unterschiedliche Herangehensweisen, außerdem erhöhen digitale Plattformen aus den USA und China jetzt schon den Wettbewerbsdruck und die Dynamik von Märkten. Es ist daher umso wichtiger, mit erhöhtem Tempo in der Digitalisierung der Unternehmen und bei der Entwicklung datenbasierter Geschäftsmodelle voranzuschreiten. Hier bietet insbesondere der B2B-Bereich großes unternehmerisches Potenzial, und hier ist ABP Induction aktiv und entwickelt technische Lösungen, um Emissionen und Verbräuche in energieintensiven Stahlwerks- und Gießerei-Prozessen zu reduzieren, den Output von Anlagen zu erhöhen und die Anlagenverfügbarkeit zu verbessern. Vor fünf Jahren hat ABP Induction sein Angebot in diesem Bereich massiv diversifiziert und eine Digitalsparte aufgebaut. Heute bietet ABP ein breites Portfolio an digitalen Lösungen, auf das metallverarbeitende Betriebe nicht verzichten können, wollen sie in Sachen Dekarbonisierung und Energieeffizienz alle Potenziale ausschöpfen. ABP Induction hat dazu eine Digitalisierungsstrategie entwickelt, die auf fünf Säulen fußt und alle drei Aspekte der Nachhaltigkeit berücksichtigt: ökologische, ökonomische und soziale Einflussfaktoren. Diese fünf Säulen bilden Lösungswege ab, auf die sich Unternehmen begeben müssen, um in Zukunft konkurrenzfähig zu sein und Antworten auf die drängenden Fragen der Megatrends geben zu können.

Offene Plattformökonomie: Es ist eindeutig, dass Antworten auf die drängenden Fragen unserer Zeit nur gemeinsam gegeben werden können. Der Fokus liegt auf Kooperation, branchenübergreifend und unter Beteiligung aller Unternehmensformen von Start-ups über den Mittelstand bis zu Großkonzernen und Hochschuleinrichtungen. Lösungen müssen plattform- und herstellerunabhängig funktionieren, es muss einen offenen Zugang geben, um Lösungen erarbeiten zu können. ABP Induction hat dafür myABP entwickelt, eine zentrale digitale Plattform zum Management-Controlling für alle Produkte und Maschinen, und zwar herstellerunabhängig.

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Digitale Datenhoheit: Daten sind das wichtigste Gut in digitalen Prozessen. Ohne Daten keine Analyse und keine digitalen Prozesse zum Einsparen von Energie, zum Steuern von Abläufen und Optimieren von Anlagen. Für ABP Induction ist es selbstverständlich, dass die Datenhoheit beim Betreiber von Anlagen verbleibt. Dieses betriebliche Gut gilt es zu schützen. Erst wenn der Betreiber einwilligt und Daten aktiv zur Verfügung stellt, wird ABP Induction auf diese Daten zugreifen, um über die eigene Expertise Optimierungs- oder Lösungsvorschläge zu unterbreiten. Dafür ist es wichtig, dass zentral wissensintensive Informationen zusammenlaufen, erfasst, ausgewertet und analysiert werden, um daraus über weitere digitale Tools Rückschlüsse zu ziehen und Maßnahmen zu ergreifen in Produktion, Wartung und Instandhaltung. Im Fokus steht eine digitale Informations- und Wartungsassistenz, für Dokumentationen, Produktionsdaten, Serviceberichte und vieles mehr.

Digitale intelligente Prozesse: ABP Intelligence ist ein umfangreiches Portfolio an smarten Apps zur Zustandsüberwachung und Anlagensteuerung. Diese sind auf dem Edge PC verfügbar und funktionieren in ihrer Gesamtheit als Smartphone für die Gießerei. ABP Intelligence Apps können gänzlich lokal installiert werden und benötigen keinen Zugang zur Cloud: Daten werden nicht in die Cloud hochgeladen.

ABP Induction arbeitet dabei mit bekannten Partnern wie der Norican Group zusammen. „ABP und Norican sind beide hoch motiviert, zur Digitalisierung der Gießereiindustrie beizutragen, und Verbindungen wie diese zwischen verschiedenen Anbietern sind unerlässlich, um vollständig vernetzte digitale Ökosysteme zu unterstützen. Ohne sie wird es für Gießereien unmöglich sein, den vollen Wert aus ihren Daten zu ziehen“, sagt beispielsweise Nina Rasmussen, Senior Vice President, Head of Monitizer, Norican Group zur Verknüpfung der Lösungen von ABP und Norican.

ABP Intelligence Smartphone Apps

Digitale Services: Ein orts- und zeitunabhängiger Support für Reparaturen und Wartungen, wann immer er benötigt wird, dafür wurde „ABP Expert on Demand“ entwickelt. ABP-Experten können weltweit zu praktisch jeder Zeit Support liefern und Techniker an den Anlagen vor Ort anleiten, die relevanten Schritte für Wartung und Instandhaltung durchzuführen. Das funktioniert nach dem „Follow-the-sun“-Prinzip: Experten sind in den meisten Regionen der Welt verfügbar, um jederzeit Support bieten zu können, damit im Falle eines Falles Anlagen so kurz wie möglich stillstehen. Dazu können Unternehmen über den Web-Shop relevante Ersatzteile einsehen und bei Bedarf direkt für eine Bestellung auswählen – die Abwicklung erfolgt über die ABP-Serviceabteilung.

Digital Training: Um den Herausforderungen des demographischen Wandels gerecht zu werden, gehören zur Digitalisierungsstrategie auch mitarbeiterbezogene Angebote. Sie erlauben, Qualifikationen zu erweitern, in der passenden Umgebung. Das kann in klassischen Collaboration Tools wie Microsoft Teams & Co. erfolgen, oder auch in der virtuellen Trainingsumgebung ABP Virtual Classroom – zum Beispiel, wenn es darum geht, sicherheitsrelevante Arbeitsschritte in Betrieb und Wartung zu trainieren, die in der Realität nicht trainierbar wären - an einem digitalen Zwilling. Durch die Digitalisierung lässt sich Experten- oder Erfahrungswissen zugänglich machen – auch relevant für das Onboarding von neuen Mitarbeitern. Der Betrieb verläuft ungestört, Mitarbeiter sind effektiver angelernt, können schneller produktiv eingesetzt werden.